Rendite statt Steuern

Glossar

41 Begriffe, ohne Fachchinesisch.

Wer eine Immobilie als Kapitalanlage prüft, stolpert über Beleihungsauslauf, Restnutzungsdauer und Teilungserklärung. Hier steht in einem Satz, was gemeint ist.

Allgemein

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Immobilie als Kapitalanlage

Eine Wohnung oder ein Appartement, das Sie nicht selbst bewohnen, sondern vermieten. Einnahmen, Kosten und Abschreibung wirken sich auf Ihre Steuer aus.

Rendite

Der prozentuale Ertrag einer Anlage. Bei Immobilien unterscheidet man Brutto- und Nettorendite; die Nettorendite berücksichtigt Verwaltung, Instandhaltung und Steuern.

Bruttomietrendite

Jahresmiete geteilt durch Kaufpreis. Genau diese Zahl steht bei uns an jedem Objekt. Eine erste Kennzahl, mehr nicht: Sie lässt Kaufnebenkosten und Bewirtschaftung außen vor und sagt nichts über Ihre Steuer und nichts über Ihre Finanzierung.

Cashflow

Was am Monatsende tatsächlich passiert: Miete minus Rate minus laufende Kosten plus Steuerrückfluss.

Eigenaufwand

Der Betrag, den Sie monatlich zuschießen, nachdem Miete und Steuereffekt gegengerechnet sind.

Leerstand

Zeiträume ohne Mieter. Bei Pflegeobjekten trägt das Risiko der Betreiber, nicht Sie.

Steuern

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AfA (Absetzung für Abnutzung)

Der jährlich absetzbare Wertverlust des Gebäudes. Senkt Ihr zu versteuerndes Einkommen, ohne dass Geld abfließt.

Lineare AfA

Gleichbleibender Satz, in der Regel 2 Prozent pro Jahr, bei Gebäuden mit Baujahr vor 1925 2,5 Prozent.

Degressive AfA

Fallender Satz: in den ersten Jahren höher, danach sinkend. Für bestimmte Neubauten wieder möglich.

Sonderabschreibung nach § 7b EStG

Zusätzliche Abschreibung für neu geschaffenen Wohnraum über vier Jahre, gedeckelt auf 4.000 Euro je Quadratmeter Bemessungsgrundlage.

Restnutzungsdauer-Gutachten

Ein Sachverständiger stellt fest, wie lange das Gebäude tatsächlich noch nutzbar ist. Ist die Zeit kürzer als die Pauschale, steigt Ihre jährliche Abschreibung (§ 7 Abs. 4 Satz 2 EStG).

Kaufpreisaufteilung

Die Aufteilung des Kaufpreises auf Grund und Boden einerseits und Gebäude andererseits. Nur der Gebäudeanteil wird abgeschrieben.

Spekulationsfrist

Nach zehn Jahren Haltedauer ist der Veräußerungsgewinn einer vermieteten Immobilie steuerfrei (§ 23 EStG).

Zu versteuerndes Einkommen (zvE)

Die Größe, auf die Ihr Steuersatz angewendet wird. Grundlage jeder ehrlichen Rechnung.

Grenzsteuersatz

Der Satz, mit dem Ihr letzter verdienter Euro besteuert wird. Er entscheidet, wie viel eine Abschreibung wert ist.

Werbungskosten

Ausgaben rund um die Vermietung, die Sie absetzen können: Zinsen, Verwaltung, Instandhaltung, Fahrtkosten.

Vermietung und Verpachtung (V+V)

Die Einkunftsart, unter die Ihre Mieteinnahmen fallen.

Finanzierung

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Eigenkapital

Das eigene Geld, das Sie einsetzen. Auch null ist möglich, wenn Einkommen und Objekt es tragen.

Annuitätendarlehen

Darlehen mit gleichbleibender Monatsrate aus Zins und Tilgung. Der Tilgungsanteil wächst über die Zeit.

Tilgung

Die Rückzahlung des Darlehens. Ein Prozent Anfangstilgung bedeutet eine sehr lange Laufzeit.

Sollzinsbindung

Der Zeitraum, für den der Zinssatz fest vereinbart ist. Danach wird neu verhandelt.

Beleihungswert

Der Wert, den die Bank als Sicherheit anerkennt. Liegt in der Regel unter dem Kaufpreis.

Beleihungsauslauf

Darlehenssumme im Verhältnis zum Beleihungswert. Je niedriger, desto besser die Konditionen.

KfW-Förderung

Zinsgünstige Darlehen der staatlichen Förderbank, bei klimafreundlichen Neubauten bis zu 150.000 Euro je Einheit.

Kaufnebenkosten

Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch, gegebenenfalls Maklercourtage. Je nach Bundesland rund 7 bis 12 Prozent.

Grunderwerbsteuer

Ländersache, von 3,5 Prozent in Bayern und Sachsen bis 6,5 Prozent etwa in Nordrhein-Westfalen.

Pflege und Betreiber

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Pflegeappartement

Eine einzelne Einheit in einer Pflegeeinrichtung, als Teileigentum im Grundbuch eingetragen.

Betreiber

Das Unternehmen, das die Einrichtung führt und Ihnen die Miete zahlt, unabhängig davon, ob Ihr Appartement belegt ist.

Pachtvertrag / Betreibermietvertrag

Der langfristige Vertrag zwischen Eigentümergemeinschaft und Betreiber, meist über 20 bis 25 Jahre.

Wertsicherungsklausel

Regelt, wie sich die Miete an den Verbraucherpreisindex anpasst.

Belegungsrecht

Das Recht, im Pflegefall selbst oder für Angehörige bevorzugt einen Platz zu bekommen.

Betreutes Wohnen

Eigenständige barrierefreie Wohnungen mit zubuchbaren Leistungen, keine vollstationäre Pflege.

Patronatserklärung

Die Zusage einer Muttergesellschaft, für die Verbindlichkeiten des Betreibers einzustehen.

Recht und Verwaltung

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Grundbuch

Das amtliche Verzeichnis der Eigentumsverhältnisse und Belastungen.

Grundschuld

Das Pfandrecht, mit dem die Bank ihr Darlehen absichert.

Teilungserklärung

Legt fest, welche Teile einer Immobilie Sondereigentum sind und welche Gemeinschaftseigentum.

Sondereigentumsverwaltung (SEV)

Kümmert sich um Ihre Wohnung: Mieter, Abrechnung, Instandhaltung. Der Grund, warum Sie damit nichts zu tun haben.

WEG-Verwaltung

Verwaltet das Gemeinschaftseigentum der Eigentümergemeinschaft.

Instandhaltungsrücklage

Die gemeinsame Rücklage für künftige Reparaturen am Gemeinschaftseigentum.

Energieausweis

Pflichtdokument zum energetischen Zustand des Gebäudes.

KfW-Effizienzhaus und QNG

Standards für den energetischen Zustand beziehungsweise die Nachhaltigkeitszertifizierung von Neubauten. Voraussetzung für manche Förderungen.

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