Glossar
Wer eine Immobilie als Kapitalanlage prüft, stolpert über Beleihungsauslauf, Restnutzungsdauer und Teilungserklärung. Hier steht in einem Satz, was gemeint ist.
Eine Wohnung oder ein Appartement, das Sie nicht selbst bewohnen, sondern vermieten. Einnahmen, Kosten und Abschreibung wirken sich auf Ihre Steuer aus.
Der prozentuale Ertrag einer Anlage. Bei Immobilien unterscheidet man Brutto- und Nettorendite; die Nettorendite berücksichtigt Verwaltung, Instandhaltung und Steuern.
Jahresmiete geteilt durch Kaufpreis. Genau diese Zahl steht bei uns an jedem Objekt. Eine erste Kennzahl, mehr nicht: Sie lässt Kaufnebenkosten und Bewirtschaftung außen vor und sagt nichts über Ihre Steuer und nichts über Ihre Finanzierung.
Was am Monatsende tatsächlich passiert: Miete minus Rate minus laufende Kosten plus Steuerrückfluss.
Der Betrag, den Sie monatlich zuschießen, nachdem Miete und Steuereffekt gegengerechnet sind.
Zeiträume ohne Mieter. Bei Pflegeobjekten trägt das Risiko der Betreiber, nicht Sie.
Der jährlich absetzbare Wertverlust des Gebäudes. Senkt Ihr zu versteuerndes Einkommen, ohne dass Geld abfließt.
Gleichbleibender Satz, in der Regel 2 Prozent pro Jahr, bei Gebäuden mit Baujahr vor 1925 2,5 Prozent.
Fallender Satz: in den ersten Jahren höher, danach sinkend. Für bestimmte Neubauten wieder möglich.
Zusätzliche Abschreibung für neu geschaffenen Wohnraum über vier Jahre, gedeckelt auf 4.000 Euro je Quadratmeter Bemessungsgrundlage.
Ein Sachverständiger stellt fest, wie lange das Gebäude tatsächlich noch nutzbar ist. Ist die Zeit kürzer als die Pauschale, steigt Ihre jährliche Abschreibung (§ 7 Abs. 4 Satz 2 EStG).
Die Aufteilung des Kaufpreises auf Grund und Boden einerseits und Gebäude andererseits. Nur der Gebäudeanteil wird abgeschrieben.
Nach zehn Jahren Haltedauer ist der Veräußerungsgewinn einer vermieteten Immobilie steuerfrei (§ 23 EStG).
Die Größe, auf die Ihr Steuersatz angewendet wird. Grundlage jeder ehrlichen Rechnung.
Der Satz, mit dem Ihr letzter verdienter Euro besteuert wird. Er entscheidet, wie viel eine Abschreibung wert ist.
Ausgaben rund um die Vermietung, die Sie absetzen können: Zinsen, Verwaltung, Instandhaltung, Fahrtkosten.
Die Einkunftsart, unter die Ihre Mieteinnahmen fallen.
Das eigene Geld, das Sie einsetzen. Auch null ist möglich, wenn Einkommen und Objekt es tragen.
Darlehen mit gleichbleibender Monatsrate aus Zins und Tilgung. Der Tilgungsanteil wächst über die Zeit.
Die Rückzahlung des Darlehens. Ein Prozent Anfangstilgung bedeutet eine sehr lange Laufzeit.
Der Zeitraum, für den der Zinssatz fest vereinbart ist. Danach wird neu verhandelt.
Der Wert, den die Bank als Sicherheit anerkennt. Liegt in der Regel unter dem Kaufpreis.
Darlehenssumme im Verhältnis zum Beleihungswert. Je niedriger, desto besser die Konditionen.
Zinsgünstige Darlehen der staatlichen Förderbank, bei klimafreundlichen Neubauten bis zu 150.000 Euro je Einheit.
Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch, gegebenenfalls Maklercourtage. Je nach Bundesland rund 7 bis 12 Prozent.
Ländersache, von 3,5 Prozent in Bayern und Sachsen bis 6,5 Prozent etwa in Nordrhein-Westfalen.
Eine einzelne Einheit in einer Pflegeeinrichtung, als Teileigentum im Grundbuch eingetragen.
Das Unternehmen, das die Einrichtung führt und Ihnen die Miete zahlt, unabhängig davon, ob Ihr Appartement belegt ist.
Der langfristige Vertrag zwischen Eigentümergemeinschaft und Betreiber, meist über 20 bis 25 Jahre.
Regelt, wie sich die Miete an den Verbraucherpreisindex anpasst.
Das Recht, im Pflegefall selbst oder für Angehörige bevorzugt einen Platz zu bekommen.
Eigenständige barrierefreie Wohnungen mit zubuchbaren Leistungen, keine vollstationäre Pflege.
Die Zusage einer Muttergesellschaft, für die Verbindlichkeiten des Betreibers einzustehen.
Das amtliche Verzeichnis der Eigentumsverhältnisse und Belastungen.
Das Pfandrecht, mit dem die Bank ihr Darlehen absichert.
Legt fest, welche Teile einer Immobilie Sondereigentum sind und welche Gemeinschaftseigentum.
Kümmert sich um Ihre Wohnung: Mieter, Abrechnung, Instandhaltung. Der Grund, warum Sie damit nichts zu tun haben.
Verwaltet das Gemeinschaftseigentum der Eigentümergemeinschaft.
Die gemeinsame Rücklage für künftige Reparaturen am Gemeinschaftseigentum.
Pflichtdokument zum energetischen Zustand des Gebäudes.
Standards für den energetischen Zustand beziehungsweise die Nachhaltigkeitszertifizierung von Neubauten. Voraussetzung für manche Förderungen.
Der Steuer-Check übersetzt das alles in einen Betrag, der für Sie gilt.