Rendite statt Steuern

Wissen / Teil 3, Worauf es ankommt

Eine Rechnung von Anfang bis Ende

Was am Monatsende und nach zehn Jahren übrig bleibt

Alle bisherigen Kapitel laufen hier zusammen. Wählen Sie eine Objektart und Ihr Einkommen. Die Zahlen darunter sind keine Schätzung, sondern das Ergebnis derselben Rechnung, mit der wir auch im Gespräch arbeiten.

Kapitel 6 von 9, 8 Minuten Lesezeit

Ihre Rechnung

Die Annahmen sind bewusst vorsichtig: Kaufnebenkosten von 8,5 Prozent, 4 Prozent Zins, 2 Prozent Tilgung und Hausgeld für Verwaltung und Rücklage. Die Objektwerte entsprechen typischen Angeboten der jeweiligen Kategorie.

Kaufpreis352.000 €
Wohnfläche64 m²
Kaltmiete im Monat992 €
Eigenkapital57.000 €
Darlehen324.920 €
Ihr Grenzsteuersatz mit Soli47,0 %

Ein Monat im ersten vollen Jahr

Miete+992 €
Rate an die Bank−1.625 €
Hausgeld−94 €
Steuerwirkung+966 €
am Monatsende+239 €
Im Schnitt über 10 Jahre−80 €pro Monat
Summe über 10 Jahre−9.613 €
Vermögenszuwachs+122.178 €nach 10 Jahren
KaufJahr 10

Modellrechnung mit 8,5 % Kaufnebenkosten, 4 % Zins, 2 % Tilgung, 2,0 % Wertsteigerung pro Jahr, ohne Kirchensteuer. Degressive Abschreibung nach § 7 Abs. 5a EStG plus vier Jahre Sonderabschreibung nach § 7b. Höchster Steuereffekt am Anfang, dafür die niedrigste Mietrendite.

Warum der erste Monat täuscht

Viele Beispielrechnungen zeigen nur das erste Jahr. Dort ist der Steuereffekt am größten, weil Zins und Abschreibung am höchsten sind. Bei einem Neubau mit § 7b endet die Sonderabschreibung aber nach vier Jahren, die degressive Abschreibung sinkt jedes Jahr, und der abziehbare Zinsanteil wird mit jeder Rate kleiner.

Deshalb nennt der Rechner drei Zahlen: den Monat im ersten Jahr, den Durchschnitt über zehn Jahre und die Summe, die Sie über zehn Jahre insgesamt zuschießen oder erhalten. Beurteilen Sie ein Angebot immer nach dem Durchschnitt.

Fragen Sie bei jeder Rechnung nach dem Durchschnitt über zehn Jahre, nicht nach dem ersten Monat.

Was in keiner Musterrechnung steht

Vier Posten sind in einem Modell schwer vorherzusagen und sollten in Ihrer Reserve stehen:

  • Reparaturen in der eigenen Wohnung, etwa eine neue Küche oder ein Bad nach einem Mieterwechsel
  • Mietausfall zwischen zwei Mietern, bei Pflegeobjekten trägt ihn der Betreiber
  • Sonderumlagen der Eigentümergemeinschaft, wenn die Rücklage nicht reicht
  • Die eigene Zeit für Steuererklärung, Unterlagen und Abstimmung mit der Verwaltung

Häufige Fragen

Warum rechnen Sie mit Ihren eigenen Annahmen?

Weil Zahlen nur vergleichbar sind, wenn die Annahmen offen liegen. In der Beratung ersetzen wir die Musterwerte durch die echten Werte des Objekts und Ihre persönliche Situation.

Was bedeutet Vermögenszuwachs genau?

Wert der Immobilie nach zehn Jahren, minus Restschuld, plus oder minus allem, was Sie in dieser Zeit zugeschossen oder erhalten haben, minus Ihrem Eigenkapital. Also das, was Ihnen nach zehn Jahren mehr gehört als ohne die Wohnung.

Begriffe aus diesem Kapitel

Cashflow
Was am Monatsende tatsächlich passiert: Miete minus Rate minus laufende Kosten plus Steuerrückfluss.
Eigenaufwand
Der Betrag, den Sie monatlich zuschießen, nachdem Miete und Steuereffekt gegengerechnet sind.
Kaufnebenkosten
Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch, gegebenenfalls Maklercourtage. Je nach Bundesland rund 7 bis 12 Prozent.
Bruttomietrendite
Jahresmiete geteilt durch Kaufpreis. Genau diese Zahl steht bei uns an jedem Objekt. Eine erste Kennzahl, mehr nicht: Sie lässt Kaufnebenkosten und Bewirtschaftung außen vor und sagt nichts über Ihre Steuer und nichts über Ihre Finanzierung.

Die Theorie kennen Sie. Rechnen wir Ihren Fall.

Im Erstgespräch setzen wir Ihre echten Zahlen ein und prüfen, welche Objektart zu Ihrem Ziel passt. Kostenlos und ohne Verpflichtung.

Erstgespräch vereinbaren Steuer-Check starten